Tips zur Kräuter Zubereitung
Teebereitung
Abbrühen oder Aufguss: Die frischen kleingeschnittenen Kräuter gibt man in einen Glaskrug oder in einen nichtmetallischen Behälter. Das kochende Wasser über die vorbereiteten Kräuter geben. Bei frischen Kräutern lässt man nur kurz ziehen (etwa eine halbe Minute). Getrocknete Kräuter lässt man etwas länger ziehen (ein bis zwei Minuten).
Tee aus Wurzeln stellt man kalt zu, lässt es kurz aufkochen und drei Minuten ziehen.
Kaltauszug: Manche Kräuter (z.B. Käseappel, Mistel oder Kalmus) dürfen nicht überbrüht werden, da sie dann ihre Heilkraft verlieren. Diese werden durch einen Kaltauszug hergestellt. Man nimmt die entsprechende Menge und lässt diese in kaltem Wasser (8 bis 12 Stunden über Nacht) auslaugen. Zum trinken erwärmt man die Flüssigkeit auf Trinktemperatur.
Menge:In der Regel nimmt man 1 gehäuften Teelöffel für ¼ Liter Wasser.
Tinktur (Essenz)
Tinkturen sind Auszüge die mit 38 bis 40% igem Korn oder Obstbranntwein hergestellt werden.
Die Kräuter werden in eine Flasche oder ein anderes Gefäß locker gefüllt, und mit der jeweiligen Flüssigkeit gefüllt. Das Gefäß wird dann an einem warmen Platz 14 Tage stehen gelassen. Zwischendurch schütteln, dann abseihen und den Kräuterrückstand auspressen.
Tinkturen werden innerlich tropfenweise oder verdünnt mit Tee genommen. Äußerlich zu Umschlägen oder Einreibungen verwendet.
Frischsaft
Frischsäfte werden mit der Haushaltszentrifuge hergestellt. In kleinen Gefäßen im Kühlschrank aufbewahrt halten sich diese einige Monate. Frischsäfte eignen sich zum Einnehmen oder zum Betupfen von kranken Körperstellen.
Pflanzenbrei
Blätter und Stängel mit einem Nudelholz zu einem Brei verarbeitet. Auf ein Leinentuch gestrichen werden diese auf die erkrankte Stelle gelegt, und mit einem Tuch verbunden und warm gehalten. Dieser Umschlag kann über die Nacht bleiben.
Kräuter- Dunstumschläge
Man dünstet die frischen oder getrockneten Kräuter, als ob man Gemüse dünstet. Mit den warmen und aufgeweichten Kräutern verfährt man wie bei dem Breiumschlag.
Salben und Ölbereitung
Zuerst erhitzt man 500 g Schweineschmalz als ob man Schnitzel braten will. Dann werden 2 gehäufte Hände voll kleingeschnittener Kräuter hineingerührt. Die Kräuter lässt man kurz überprasseln, und zieht die Pfanne dann von der Herdplatte, und stellt es dann über Nacht kalt. Am nächsten Tag erhitzt man die Masse leicht und filtert es durch ein Tuch. Die dadurch gewonnene Salbe füllt man dann in Gläser oder Salbentiegel.
Bei der Ölzubereitung füllt man die Kräuter in eine Flasche, und übergießt das ganze mit kalt gepresstem Olivenöl. Die Flasche stellt man 14 Tage in die Sonne oder in die Nähe des Herdes.
Kräuterbäder
Vollbad: Die entsprechenden Kräuter kalt angesetzt. Für einen Vollbad gibt man in einen Eimer (6 bis 8 Liter) 200g frische oder getrocknete Kräuter und lässt es über Nacht stehen. Am nächsten Tag wird der Auszug erwärmt und dem Badewasser hinzugefügt. Badedauer 20 Minuten. Das Herz sollte über dem Wasser sein. Nach dem Baden nicht abtrocknen, sondern in einem Badetuch oder Bademantel nachdunsten.
Sitzbad: Für einen Sitzbad verfährt man wie bei einem Vollbad, nimmt aber nur die halbe Menge Wasser und Kräuter.




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